Biologisch Artgerechte Rohfütterung – BARF

Die Ernährung von Hunden und Katzen nach der BARF-Methode lehnt sich vor allem an das Beutetierprinzip an. Hier übernimmt man die natürliche Nahrung von Wölfen und Wildkatzen und richtet die Mahlzeiten seiner Fellnase nach diesem Vorbild aus. Wir bauen also sozusagen ein Beutetier nach.

 

Die klassische Aufteilung nach dem BARF-Prinzip sieht folgendermaßen aus:

Die Unterschiede zwischen den Aufteilungen für Hunde und Katzen ergeben sich daher, dass die Beutetiere der entsprechenden Arten ebenfalls einige Unterschiede aufweisen. Während Wölfe vor allem große Beutetiere, wie Hirsche, Rehe und Wildschweine reißen, bevorzugen Wildkatzen auch auf Grund ihrer Größe und der Tatsache, dass sie oftmals allein Jagen, kleinere Beutetiere, wie Kaninchen, Wildvögel, Mäuse und andere Kleinsäuger. Diese setzen sich etwas anders zusammen und haben beispielsweise einen kleineren Magen der zum Teil, wie zum Beispiel im Fall von erbeuteten Mäusen, auch komplett mitgefressen wird. Auch das Herz ist im Vergleich zum gesamten Beutetier größer. 

 

Neben frischem Fleisch und Aas werden wilde Wölfe im Gegensatz zu Wildkatzen auch dabei beobachtet, zusätzlich pflanzliche Nahrung, wie Gräser, Beeren, Wurzeln und auch den Kot von Pflanzenfressern, aufzunehmen. Daher erklärt sich der höhere pflanzliche Anteil im Futterplan von Hunden.

 

Hunde sind deshalb allerdings noch lange nicht als Omnivoren anzusehen. Von einer rein vegetarischen oder veganen Ernährung ist deshalb bei gesunden Hunden abzusehen. Nur in äußersten Ausnahmefällen, wie starken Krankheiten, Allergien oder Futtermittelunverträglichkeiten, sollte sie in Erwägung gezogen werden. Die vegetarische oder vegane Ernährung von Hunden bedarf einer genauen Bedarfsberechnung und sollte unbedingt nur mit Hilfe eines zertifizierten Ernährungsberaters in Angriff genommen werden.

 

BARF bedeutet roh! Alles, was nicht roh ist, ist kein BARF. Punkt. Leider ist weder der Begriff BARF noch der des Hundeernährungsberaters geschützt und jeder darf sein Produkt BARF nennen oder sich selbst als Hundeernährungsberater bezeichnen. Informiere dich daher vorab, ob du dem Anbieter eines Produkts oder einer Dienstleistung auch vertrauen kannst und höre im Zweifelsfall auf dein Bauchgefühl. Auch die Kommunikation auf einer persönlichen Ebene sollte natürlich passen. Es bringt nichts, wenn du dich bei mir zum Beispiel unwohl fühlst. Gerne stelle ich auch den Kontakt zu meinen Kolleg:innen für dich her.

Persönlich schätze ich BARF als die natürlichste und die gesündeste Form der Ernährung ein und würde diese jedem ans Herz legen. Darüber hinaus gibt es aber natürlich auch viele gute Alternativen, wenn BARF für dich oder deinen Schützling nicht das passende sein sollte.