Entgiftungskur für Hunde
Eine regelmäßige Entgiftung für Hunde ist auf jeden Fall sinnvoller, als es im ersten Moment klingen mag. Denn leider sind sie täglich verschiedenen Umweltgiften ausgesetzt und viele Krankheiten haben hier ihren Ursprung, da diese Gifte dem Immunsystem stark zusetzen. In diesem Beitrag erfährst du alles über die Entgiftungskur und welche Maßnahmen noch sinnvoll sind.
Warum ist eine Entgiftung beim Hund sinnvoll?
Sowohl wir als auch unsere Hunde sind täglich diversen Umweltgiften ausgesetzt. Auch wenn wir es gar nicht bemerken, so nehmen wir Abgase, Feinstaub, Pestizide und andere Giftstoffe leider ungewollt täglich durch unsere Atemwege, die Haut und auch unsere Nahrung auf. Ein gesundes Immunsystem schafft es hier zum Glück mit diesen Giften klarzukommen und kann diese mit Hilfe der Entgiftungsorgane, wie Leber und Niere, auch wieder aus dem Körper leiten, ohne von ihnen groß Schaden zu nehmen.
Damit das Immunsystem allerdings auch noch bis ins hohe Alter seiner Arbeit nach gehen kann und uns und unsere Hunde nicht nur vor Giftstoffen, sondern auch vor Krankheitserregern und anderen Pathogenen gut schützen kann, ist es definitiv sinnvoll es regelmäßig zu unterstützen. Am besten funktioniert das über eine Entgiftungskur für mehrere Wochen ein bis zwei mal im Jahr. So kannst du ganz gezielt dafür sorgen, dass angesammelte Giftstoffe aus dem Körper geleitet werden und machst deinen Hund widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und auch Allergien.
Den Hund natürlich Entgiften: Eine kleine Anleitung
Vorweg sei gesagt, dass ich hier eine allgemeine Empfehlung ausspreche, die nicht für jeden Hund passen muss oder kann. Eine Entgiftung ist auch immer individuell zu sehen und die eingesetzten Zusätze, Mengen und auch der Zeitraum kann individuell stark schwanken. Solltest du dir also unsicher sein, dann melde dich doch gerne bei mir und wir führen die Entgiftung und einen anschließenden Darmaufbau gemeinsam durch. Auch handelt es sich nicht um eine Behandlung von akuten Vergiftungen! Bei Verdacht auf eine Vergiftung bei deinem Hund solltest du unverzüglich deinen Tierarzt oder einen Nottierarzt aufsuchen!
Um eine Entgiftungskur erfolgreich durchzuführen, kümmern wir uns vorrangig um zwei Dinge:
- Die Ausleitung von angesammelten Giften aus dem Körper
- Die Stärkung der entgiftenden und immunaktiven Organe, wie Leber, Niere, Lymphe und Darm
Um Gifte aus dem Körper auszuleiten, brauchen wir Mineralien, an die sich die Giftstoffe binden können, um aus dem Körper abtransportiert zu werden. Gleichzeitig wollen wir natürlich keinen Mangel an Mineralstoffen haben, daher wird während einer Entgiftungskur dem Körper absichtlich ein Überschuss an Mineralien geboten, um die Gifte ausleiten zu können. Für die durchschnittliche Dauer dieser Kur von sechs bis acht Wochen ist dieser Überschuss auch nicht schädlich.
Besonders gut geeignet sind Mengenelemente, wie Calcium und Magnesium, um Giftstoffe zu binden und aus dem Körper zu leiten. Zusätzlich sind auch Kalium, Eisen und Zink wertvolle Unterstützer, da diese ebenfalls ausleitende und antioxidative Wirkungen haben. Damit der Körper die gebundenen Giftstoffe dann nicht vermehrt über die Haut ausscheidet und es zu Juckreiz, geröteten Stellen oder gar Ekzemen kommt, sollte zusätzlich, im Abstand von mindestens zwei Stunden zur Mineralieneinnahme, die Einnahme eines Bindemittels erfolgen. Dazu eignen sich vor allem Zeolith, Bentonit, Aktivkohle, Heilerde oder Heilmoor. Diese wirken im Darm wie ein Schwamm und nehmen die Giftstoffe auf, die dann ganz einfach ausgeschieden werden können.
Zusammenfassend werden für den ersten Schritt also folgende Dinge benötigt:
- ein Überschuss an Mineralien
- ein Bindemittel, um die Giftstoffe einfach auszuscheiden
- ganz wichtig: Zeit und Geduld
Der letzte Punkt ist daher so wichtig, da eine Entgiftung ihre Zeit braucht. Vor allem wenn dein Hund schon ein geschwächtes und krankheitsanfälliges Immunsystem hat, kann es gut sein, dass sich die Symptome sogar erstmal verschlimmern, da der Körper nun richtig anfängt zu arbeiten. Daher ist es essenziell für eine erfolgreiche Entgiftung geduldig zu sein und dem ganzen seine Zeit zu geben. Ein Schaden von mehreren Jahren ist nicht innerhalb von zwei Wochen verschwunden.
Im zweiten Schritt kümmern wir uns, anschließend an die Entgiftung, um den Aufbau und die Stärkung der Entgiftungsorgane und des Darms, damit wir ganzheitlich alle beteiligten Körperfunktionen mit einbeziehen. Dazu gehört ein Darmaufbau und bei stärkerer Belastung der anschließende, kurweise Einsatz von Zusätzen, welche die Leber-, Nieren- und Lymphfunktion unterstützen. Grundlage hierzu sollte unbedingt die richtige Ernährung sein. Ein hochwertiges Futter unterstützt die genannten Organe dauerhaft und sorgt dafür, dass sie auch nach der Entgiftung und dem Aufbau noch lange ihrer Funktion nachgehen können. Wenn du dir unsicher bist, ob dein Futter die richtige Grundlage für die Gesundheit deines Hundes darstellt, helfe ich dir hier natürlich auch gerne weiter. Schau doch dazu gerne bei meinen Leistungen vorbei!
Für den Aufbau des Darms kommen vor allem Pro- und Präbiotika in Frage, welche die guten Darmbakterien nähren und, je nach Schwere der Dysbiose, die schlechten Darmbakterien sowie Krankheisterreger auch verdrängen. Dies sorgt dafür, dass sich der Darm und das in ihm befindliche Immunsystem stabilisieren können. Sobald dieser Schritt begonnen wurde, stellt sich auch spätestens hier bald eine Besserung der Symptome ein und so wird zum Beispiel Juckreiz weniger, Durchfall hört auf und dein Hund wirkt generell aufgeweckter und vitaler. Später dazu kommen dann noch unterstützende Kräuter für die Leber, Niere und Lymphe, wie Mariendistel, Brennnessel, Löwenzahn, Artischocke und Wermut. Die Gabe dieser Heilkräuter regt die Entgiftungsorgane an und unterstützt sie nachhaltig in ihrer Funktion.
Ablauf Entgiftungskur & Darmaufbau
Woche 1 & 2
- Start mit Einschleichen der Mineralien und des bindenden Zusatzes
- Fütterung der Mineralien am Morgen und Gabe des Bindemittels frühestens zwei Stunden danach oder am Abend
- eventuelle Verschlechterung der Symptomatik, hier ist Durchalten das oberste Gebot
Woche 3 & 4
- schrittweise Erhöhung der Dosierung
- wichtig ist ein hochwertiges Futter als Grundlage und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
- der Körper wird hier stark belastet und zeigt dies auch nach außen, bleibe weiterhin geduldig
Woche 5 & 6
- Ausschleichen der Mineralzufuhr und des Bindemittels bis zum Absetzen
- Übergang zur Pro- und Präbiotikagabe, auch hier ist es wichtig, diese mindestens im zweistündigen Abstand zum Bindemittel zu geben
- ab hier kann eine Verbesserung der Symptome eintreten
Woche 7 & 8
- Weiterführung der Pro- und Präbiotikagabe
- hier sollte nun eine deutliche Verbesserung der Symptome eintreten
Woche 9 & 10
- Ausschleichen der Pro- und Präbiotika
- zusätzlicher, optionaler Einsatz von stärkenden Zusätzen für die Entgiftungsorgane, vor allem, wenn schon Probleme mit diesen vorliegen
Wie schon erwähnt sind Geduld und Zeit sehr wichtig, um hier Erfolg zu erzielen. Die individuelle Dauer kann je nach körperlichem Befinden und Vorgeschichte auch deutlich länger sein. Begleitend kann ich auch immer wieder nur erwähnen, wie wichtig eine gesunde Ernährung als Grundlage ist. Wird diese nicht beachtet, so wird auch sicherlich schnell der Körper wieder unter mehr Belastung leiden.
Nach der Entgiftung und dem Darmaufbau sind deutliche Besserungen des Allgemeinzustands zu erwarten, allerdings sei hier auch gesagt, dass die Naturheilkunde ihre Grenzen hat. Krankheiten, wie Niereninsuffizienz, Diabetes, Krebs, Epilepsie oder Allergien lassen sich nur bedingt therapieren und sollten immer primär von einem Tierarzt behandelt werden. Die Ernährung und Entgiftung ist hier sicherlich eine gute Unterstützung aber leider kein Wundermittel.
Solltest du gerne einen individuellen Plan mit passenden Empfehlungen für deinen Hund haben wollen, dann kannst du ihn hier direkt buchen. Bei Fragen stehe ich dir natürlich auch gerne unter meinen angegebenen Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung.
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